Manuelle Lymphdrainage (MLD)

Die manuelle Lymphdrainage ist ein Teilbereich der Ödem- und Entstauungstherapie geschwollener Arme oder Beine oder des Körperstammes. Schwellungen können nach Traumata, Operationen oder infolge von Tumorentfernungen auftreten.

Durch kreisförmige Verschiebetechniken der Haut wird Flüssigkeit aus dem Gewebe in die Lymphgefäße transportiert, wenn der Körper dies alleine nicht oder nur eingeschränkt schafft.

Die Behandlung findet ohne jeglichen Druck statt und steht somit im Kontrast zur klassischen Massage, denn es soll keine Mehrdurchblutung entstehen.

Bei lymphatischen Erkrankungen, wie z.B. primärem Lymphödem oder Lipödemen, wird die MLD außerdem mit Kompressionstherapie (Bestrumpfung oder Wickelung) sowie spezieller Bewegungstherapie angewandt. Dies nennt sich dann „komplexe physikalische Entstauungstherapie“ (KPE).

Entwickelt wurde diese Therapie in den 60er Jahren durch Emil Vodder und darf nur von speziellem Fachpersonal mit Zusatzausbildung in manueller Lymphdrainage angewendet werden.

Je nach Ausprägung der Schwellung und Lokalisation wird die MLD für 30 Minuten (Teilbehandlung), 45 Minuten (Großbehandlung) oder 60 Minuten (Ganzbehandlung) vom zuständigen Arzt verschrieben.

© 2013 Physhiotherapie-Praxis Astrid Laasch & Kersti Walkowiak
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